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Archive for the ‘Gedanken’ Category

Thema – Fussball WM

Juni 8, 2010 Kommentare aus

Jabulani

„Jabulani“ – so heißt der offizielle Spielball der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Das Wort bedeutet in der Sprache der Zulu „Feiern“. Was soll gefeiert werden? Das scheint auf der Hand zu liegen: der Sport, speziell der Fußball. Doch das Motto der Spiele weist in eine andere Richtung: „Ke Nako. Celebrate Africa’s Humanity.“ – „Es ist Zeit, Afrikas Menschlichkeit zu feiern“. Die Tatsache, dass 2010 die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden stattfindet, wird dem Turnier seinen Stempel aufdrücken und ist ein Hoffnungszeichen; Grund genug, das Klischee von Afrika als Kontinent von Krieg, Hunger und AIDS zu überdenken. Das Motto soll Afrikas größte Ressource, nämlich die Wärme, Freundlichkeit, Bescheidenheit und Menschlichkeit seiner Einwohner, herausstellen. Und darin liegt zugleich die Gefahr, Erwartungen zu haben, die den Sport überfordern. Auch wenn Milliarden Menschen zuschauen und es zugleich um Milliardensummen geht, bei aller Gigantomanie, bleibt Fußball ein Spiel. Ein Spiel, das Freude macht, das Emotionen entfacht, das Menschen näher bringen kann. Vielleicht ein neues „Sommermärchen“ – und das wäre schon viel, aber eben auch nicht mehr. Wenn Fußball ein Spiel bleiben darf, kann er uns Freude machen, haben wir einen Grund zum Feiern. Jabulani! Michael Tillmann

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Kategorien:Gedanken

Thema

Juni 8, 2010 Kommentare aus

Das Herz …

… ist das Zeichen der Liebe. Oft konnte man ein Herz, in eine Baumrinde geschnitzt, entdecken mit den Anfangsbuchstaben der Verliebten. Es drückte aus: Wir gehören zusammen;mag kommen, was will.
Der heilige Paulus nimmt Brautleute als Beispiel der Liebe Gottes zu uns. Ihre Liebe ist feurig, leidenschaftlich und stark. Kein Verlobter rechnet die Investition an Kraft, Energie oder Finanzen, die er ausgibt für seine Beziehung. Es ist für ihn selbstverständlich, alles für das geliebte Du zu vollbringen.
Genauso macht es Gott. Aber er will ebenso geliebt werden. Das Kreuz zeigt auch das Ausmaß seiner zu uns. Aber er wartet nicht, bis wir, wie Jesus, am Kreuz den Mißhandlungen erliegen und sterben, wie wir es mit Jesus, seinem Sohn getan haben. Er wartet und schaut aus dem Fenster, wie der barmherzige Vater, und eilt uns entgegen, wenn er uns schon aus der Ferne sieht, um uns neu zu gestalten (= neu zu kleiden).
Wenn wir das Herz-Jesu-Fest begehen, dann erinnern wir uns an unser Angewiesen sein, wie der verlorene Sohn. Kehren wir um zu ihm und bitten wir um Versöhnung, damit er auch uns neu gestalten kann. Er wartet schon auf uns.
(Stetina Wilhelm, Diakon)

Kategorien:Gedanken

Jeder Mensch ist mehr als seine Daten

Mai 5, 2010 Kommentare aus

Das bedeutet jedoch nicht, dass Datenschutz unwichtig wäre. Vielleicht führt das Wort selbst ein wenig in die Irre: Der Begriff ist irgendwie negativ besetzt und banalisiert das Anliegen. Denn geschützt werden sollen ja nicht die Daten, sondern die Menschen, die dahinter stehen. Auch wenn jeder Mensch mehr ist als seine Daten, so sagen sie natürlich etwas über jemanden aus und Menschen werden mit ihnen klassifiziert, beurteilt: Wie gesund ist jemand, hat er Kredite, wohin fährt er in Urlaub, was kauft er ein usw. Wenn man sich dies vor Augen hält, wird deutlich, wie gefährlich es sein kann, wenn zum Beispiel Krankendaten in Umlauf geraten oder Arbeitgeber Kontodaten ihrer Angestellten erfahren. Ausnahmen, sicherlich, die jedoch eine Frage aufwerfen: Wenn Daten nicht absolut sicher geschützt werden können, ist es dann nicht von Fall zu Fall sicherer, Daten erst gar nicht sammeln zu lassen. Der aktuelle Streit über die Weitergabe von Bankdaten an die USA zeigt ein weiteres Dilemma, die Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit. Auf der einen Seite die Freiheit des Einzelnen, über seine Daten selbst zu bestimmen, auf der anderen Seite die Sicherheit vieler, die vielleicht erhöht werden kann, wenn durch gesammelte und analysierte Daten Verbrechen vorgebeugt werden können. Jedoch darf der Schutz der Freiheit nicht so weit gehen, dass sie durch den Schutz abgeschafft wird.

Kategorien:Gedanken

Komm, Heiliger Geist!

Mai 5, 2010 Kommentare aus

Komm, Heiliger Geist!
So singen wir zu Pfingsten, um die Herabkunft des Heiligen Geistes zu erbitten. Aber wer soll da eigentlich kommen? So mancher Christ weiß zwar noch, dass der Heilige Geist die dritte göttliche Person ist, aber dann ist die Kenntnis über den Heiligen Geist schon fast zu Ende.
Es gibt sehr viel über den Heiligen Geist zu sagen. Das würde aber den Rahmen hier sprengen. Wichtig ist zunächst, dass Er eine eigenständige Person ist, der aber ohne Vater und ohne Sohn nicht existent sein würde. Er ist die Liebe des Vaters und des Sohnes. Er geht vom Vater und vom Sohn aus und wird mit ihnen zugleich angebetet und verherrlicht (Konzil von Nicäa). So kann Jesus auch sagen, dass er vom Geist nimmt und den Aposteln gibt.
Da der Heilige Geist eben auch Gott ist, ist Er ganz Liebe. Er ist es daher, der unsere Gebete mit unendlichen Seufzen zu Gott bringt, gleichsam in die Sprache der Liebe Gottes übersetzt. Er ist uns Fürsprecher und zugleich Gott selbst.
Als Gott ist er uns Licht. Licht erhellt und zeigt zugleich das Dunkel auf. Er ist es, der uns die Möglichkeit gibt, Gottes Wege zu verstehen, und auch ermöglicht, den Willen des Vaters zu vollbringen. Machen wir Ihn uns zum Freund, damit wir durch Seine Gaben auf dem Weg zum Vater voranschreiten können. Daher ist es auch wichtig, dass wir um Sein Herabkommen bitten: Komm, heiliger Geist!
(Wilhelm Stetina, Diakon)

Kategorien:Gedanken