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Archive for the ‘Einfach zum Nachdenken’ Category

Das aktuelle Deckblatt des Pfarrblattes im Juni 2010

Juni 8, 2010 Kommentare aus

Einfach zum Nachdenken

Juni 8, 2010 Kommentare aus

Grüß Gott,

Papst Benedikt hat uns damals in Mariazell den Auftrag gegeben die Apostelgeschichte weiter zu schreiben, mit eurem Leben weiter zu schreiben. Wie könnte dieser Auftrag an mich, an uns persönlich, an unsere Pfarrgemeinde lauten?

Bei vielen fehlt einfach die Motivation!

Wir haben jetzt die „Missionswoche― in der Erzdiözese Wien hinter uns.

Erst wenn für uns selbst diese Frage geklärt ist, dann erst können auch wir andere motivieren.

Fühlen wir uns angesprochen?

Ich lade Sie ein: Fangen wir gemeinsam an – Reden wir miteinander- Geben wir Zeugnis von der Frohen Botschaft. Das Christentum verbreitete sich durch das persönliche Zeugnis!

Wir befinden uns jetzt erneut in einer Phase, die den Anfängen der Kirche ähnlich ist. Darum ist es auch angebracht die Apostelgeschichte neu zu schreiben!

Das ganze muss natürlich getragen werden durch das Gebet. Eine echte Erneuerung der katholischen Kirche muss allen Christen ein Herzensanliegen sein. Allein schaffen wir das nicht! Darum hat der Papst eine große Monstranz den Bischöfen in Mariazell geschenkt. Kardinal Schönborn hat drei kleinere Kopien anfertigen lassen und so eine Monstranz ist bei der 1. Diözesanversammlung in Oktober 2009 an das Vikariat übergeben worden und soll in einen 14.Tage Rhythmus durch die Dekanate wandern. Jeden Tag irgendwo anders. Von 16. Juni bis 30. Juni ist sie im Dekanat Floridsdorf. Gleich am Anfang 16. Juni ist sie in Leopoldau. Ich lade Sie ein unseren Anbetungstag am 16. Juni zu besuchen. 8.15 Uhr – Hl. Messe

12 Uhr gemeinsames Mittagsgebet

18 Uhr gemeinsames Abendgebet

Zwischendurch Stille Anbetung für eine echte Erneuerung der kath. Kirche!

Dechant Klaus Coolen osc,

Pfarrer

Güte ist etwas Ansteckendes!

Mai 5, 2010 Kommentare aus

Grüß Gott!

Nietsche hat einmal gesagt: „ Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude sondern die Freudlosigkeit!“

Jeder Tag und jede Stunde in Freudlosigkeit verbracht, ist verlorene Zeit. Ich brauch vor der Wirklichkeit nicht zu fliehen, ich kann mich ihr stellen. Ich will mich von der Resignation vieler nicht anstecken lassen, sondern im Gegenteil auf das Frohmachende des Glaubens hinweisen. Lass die österliche Freude in uns fortdauern, wozu uns das Pfingstfest auch einlädt. Wir wollen eine innere Missionsbewegung starten.

Am Ende dieses Monats findet die Missionswoche in unserer Erzdiözese – Wien statt. Damit wir zur Mission fähig werden, brauchen wir missionarische Menschen und missionarische Gemeinden. Abkehr von einer klein karierten Frömmigkeit und Hinkehr zu den großen Anliegen des Christentums: Jesus Christus, das Reich Gottes, die Liebe Gottes, die Vergebung der Sünden, das Ewige Leben. Eine innere Selbstreform ist nötig! Jede(r) ChristIn ist gefragt und gefordert! Wir müssen alle miteinander wieder missionarisch werden. Wer ein(e) ChristIn ist, weiß, dass die christliche Botschaft ein Geschenk ist. Eine Botschaft von Gottes Güte und Liebe! Und Güte ist etwas Ansteckendes!

So meint es,

Klaus Coolen osc,

Dechant und Pfarrer.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen.“

Mai 5, 2010 Kommentare aus

„Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Mt 28,19f)

Aus dieser Bibelstelle haben wir  uns bei der letzten PGR-Klausur in Bildungshaus St. Gabriel, Mödling mit der Bedeutung des Begriffs „MISSION“ auseinandergesetzt. Die Impulse von P. Georg Ziselsberger, SVD, unser Klausur-Vortragenden haben in uns das Gefühl geregt, dass Mission etwas Bedeutenderes, Ehrfurchtvolleres sein müsste.

Sowie Jesus den Auftrag seinen Jüngern gegeben hat, will er uns auch diesen Missionsbefehl auf unseren Weg, in unseren Alltag mitgeben.

Diese Mission ist mit  dem Wort  und der Liebe Gottes  verankert.  Sie  ist notwendig mitgeteilt zu werden. Unter einer missionarischen Kirche verstehe ich, dass wir zusammen sind,  uns von dem erzählen, was uns bewegt, was wir fürchten und erhoffen.  Und dann kann sich sogar das Wort- Jesu erfüllen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen.“

Dann wird klar, wo es das gibt, was wir zum Leben brauchen, die Beziehung, die trägt, der Halt und die Geborgenheit, der Sinn und das Ziel für mein Leben: im Glauben an Jesus Christus, sein Wort, im Vertrauen auf seine Liebe und in der Dankbarkeit für seine Gegenwart.

-hp

Gedanken zum Alten Testament

Mai 5, 2010 Kommentare aus

Das Buch Jona

Am Beginn des Buches ergeht das  Wort Gottes   an Jona: „Geh nach Ninive und droh ihr, dieser großen Stadt, ein Strafgericht an, denn die Kunde von ihrer Bosheit ist zu mir gedrungen.“

Jona ist also ein Prophet, ein Hörender, Gottes Sprachrohr bei den Menschen. Ein oft mühsamer Job. Gott mutet seinen Propheten viel zu und diese werden oft eine Zumutung für die, denen sie Gottes Botschaft verkünden.

Was wir hier lesen, ist nicht historisch. Es handelt sich um eine Lehrerzählung und sie trifft jeden und jede von uns. So ist dieser Jona einer der verbindenden Heiligen im Judentum Christentum und Islam. Die starken Bilder und die Thematik inspirierte auch viele Künstler.

Jona soll also nach Ninive, das beim Entstehen des Werkes im 4. bis 3. Jhdt. vor Christus schon zerstört war.

Ninive steht für alle Orte und Situationen, wo das Leben schief läuft, wo dem Bösen Raum gegeben wird und Menschen am Leben in Fülle gehindert werden (also in uns, in unseren Familien, auf Schulen und Arbeitsplätzen, vielleicht sogar in unseren Kirchen). Dorthin soll Jona – eine Zumutung – er hat Angst, hätten wir auch.

Jona geht also in die genau entgegen gesetzte Richtung nach Tarschisch, er will seiner Berufung entgehen.

Weil wir einen fordernden Gott haben, kann es für uns vorerst   praktisch sein unsere Berufung zu sabotieren, aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder wir hören nicht hin. Unser Tarschisch heißt dann meist Urlaub, Arbeit, Freizeitstress, Drogen in all ihrer Vielfalt.

Jona fährt mit einem Schiff. In  dessen Bauch fühlt er sich sicher. Doch da kommt ein Sturm. Die Seeleute kämpfen ums Überleben. Jona schläft. Wir kennen das auch: droht der Untergang, verharren wir in Schlafstellung, nur nichts bewegen, nur nichts verändern. Als die Not zu groß wird, suchen die Seeleute den Schuldigen und das Los fällt auf Jona. Der muss nun zugeben, dass man vor Gott nicht flüchten kann, dass er an dem Desaster schuld ist und bittet die Seeleute, ihn zu ihrer Rettung ins Wasser zu werfen. Jona zeigt Größe: Wie viele vermeintlich große Menschen reißen in der Katastrophe noch alle rund um sich mit. Doch unser Prophet weiß: es geht nur um ihn. Kaum ist er im Wasser, beruhigt sich der Sturm auch schon.

Jona hat sich in Gottes   Hände begeben, das bringt die Wende. Ein großer Fisch verschluckt ihn.  Das klingt unglaublich, doch oft geschieht unglaubliches zu unserer Rettung. 3 Tage ist Jona im Fischbauch, wie Jesus im Grab.  Jona ist in der dunkelsten Tiefe angelangt, doch die ist seine Rettung. In dieser Geborgenheit kann er nachdenken und wie ein Baby unter dem Herzen seiner Mutter reifen. Jona wird von dem Fisch wieder ausgespieen, er wird sozusagen neu geboren und   kann nun Gottes Prophet sein. Wovor soll er sich noch fürchten. Wenn wir von Dunkelheit gefangen sind, braucht es auch Zeit, bis wir durch Hilfe von anderen oder einem Ereignis die Dunkelheit verlassen können. Dann sind wir meist gestärkt und im neuen Leben kann uns vieles nicht mehr erschüttern.

Jona bekommt zum zweiten Mal den Auftrag nach Ninive zu gehen, durch die Stadt zu gehen und die Zerstörung in 40 Tagen anzudrohen. Jona heißt übersetzt Taube, er soll den Frieden bringen, Umkehr predigen. Und tatsächlich – Ninive geht in Sack und Asche, bereut, legt die Kleider der Macht, des unmäßigen Besitzes und der Habgier ab. Ein Wunder, wo gibt es das sonst noch. Und nun reut Gott sein Vorhaben, er wird der Stadt verzeihen. Was machen wir mit unseren Ninives, können wir als Abbilder Gottes auch verzeihen, barmherzig sein?

Jona versteht Gott nicht. Nach all den Strapazen verdirbt ihm Gott den Spaß, das Strafgericht zu sehen. Der Herr ist wohl ungerecht. Jona muss sich abmühen und Gott schenkt seine Liebe Ninive.

Gott will dem zornigen Jona etwas zeigen. Er lässt über dem schmollenden Propheten einen Rizinusstrauch wachsen, damit ihn die Sonne nicht plage. Jona schläft ein, doch als er erwacht, muss er feststellen, dass die Staude verdorrt ist. Ein Wurm hat die Wurzeln des Strauches abgefressen. Gott hat Jona seinen kleinen Zufluchtsort genommen. Gott hat Macht über das Werden und Vergehen von dem Strauch, von Jona und auch von Ninive.

Jona tut sich selbst leid und die Rizinusstaude, die ihm Schatten gespendet hat, für deren Wachsen er aber nichts getan hat. Gott soll nicht Mitleid mit seinen Geschöpfen haben? Gottes Gerechtigkeit ist für uns nicht immer zu verstehen, aber wir haben Gott nichts vorzuwerfen, meint das Buch. Wir sind seine Geschöpfe und nicht umgekehrt. Aber gern schreiben wir Gott vor, was er zu tun hat. Und gern laufen wir vor Aufgaben davon, die anstrengend werden könnten. Drum ist uns Jona so nah. Und darum  kann uns diese Geschichte mit ihrem Bilderreichtum bei jeder neuerlichen Betrachtung neues über uns und unser Leben und unsere Gottesbeziehung eröffnen. Lassen wir uns darauf ein!

– Elisabeth Eichinger

Evangelien im Mai

Mai 5, 2010 Kommentare aus

2. Mai 2010

5. Sonntag der

Osterzeit

Evangelium: Johannes 13,31-33a.34-35

In jener Zeit, als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!

9. Mai 2010

6. Sonntag der

Osterzeit

Evangelium:

Johannes 14,23-29

Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.

16. Mai 2010

7. Sonntag der

Osterzeit

Evangelium:

Johannes 17,20-26

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist, und ich in dir, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

23. Mai 2010

Pfingsten

Evangelium:

Johannes 20,19-23

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

30. Mai 2010

Dreifaltigkeitssonntag

Evangelium:

Johannes 16,12-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.

Überlegungen und Wissenswertes

April 1, 2010 Kommentare aus

Der April—Ostermonat, Zeit zum Aufbrechen. So wie die Knospen, die aufbrechen müssen, damit Blumen blühen können, müssen wir auch alle aufbrechen, um österlich zu werden und Gott einzulassen!

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Osterfest—ein Hasenfest? In Japan glaubt man, dass auch die Christen zu Ostern den Hasen verehren. In den asiatischen Kulturen gilt der Hase als Symbol der Fruchtbarkeit. So etwas nennt man die Globalisierung des Banalen.

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Jesus ist im Grab nicht zu halten. Er hat nicht nur das Grab gelebt und er ist nicht für das Grab gestorben. Auch unsere Hoffnung auf das Reich Gottes ist im Grab nicht zu halten. Selbst wenn unser Glaube erloschen und unsere Hoffnung gestorben ist, das Grab wird sie nicht festhalten. Des Leben spendende Gott lässt sich nicht begraben. In diesem Sinne, ein gesegnetes Osterfest und die Freude der Auferstehung wünscht Ihnen das Pfarrblatt-Team.

— Hector Pascua

aufbruch@pfarreleopoldau.at