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Archive for April 2010

Überlegungen und Wissenswertes

April 1, 2010 Kommentare aus

Der April—Ostermonat, Zeit zum Aufbrechen. So wie die Knospen, die aufbrechen müssen, damit Blumen blühen können, müssen wir auch alle aufbrechen, um österlich zu werden und Gott einzulassen!

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Osterfest—ein Hasenfest? In Japan glaubt man, dass auch die Christen zu Ostern den Hasen verehren. In den asiatischen Kulturen gilt der Hase als Symbol der Fruchtbarkeit. So etwas nennt man die Globalisierung des Banalen.

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Jesus ist im Grab nicht zu halten. Er hat nicht nur das Grab gelebt und er ist nicht für das Grab gestorben. Auch unsere Hoffnung auf das Reich Gottes ist im Grab nicht zu halten. Selbst wenn unser Glaube erloschen und unsere Hoffnung gestorben ist, das Grab wird sie nicht festhalten. Des Leben spendende Gott lässt sich nicht begraben. In diesem Sinne, ein gesegnetes Osterfest und die Freude der Auferstehung wünscht Ihnen das Pfarrblatt-Team.

— Hector Pascua

aufbruch@pfarreleopoldau.at

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Gedanken

April 1, 2010 Kommentare aus

  Auferstehung

Auferstehung ist ein eigenartiges Wort. Der Stamm dieses Wortes heißt “stehen”. Stehen bedeutet geradlinig zu sein (zu etwas stehen), aber auch bereit zu sein, etwas zu tun (das Stehen beim Segen der Messe).

“Auf” zeigt eine Richtung an. Es geht nach oben. Oben ist in der Bibel dort wo Gott ist. So ist im übertragenen Sinn “aufstehen” etwas für oben Gott zu tun.

“Er” drückt etwas erhabenes aus (er-haben, er-lösen, er-warten). So wäre das Wort “Aufstehen” nicht die richtige Bezeicnung für das Geschehen am Ostersonntag. Auferstehen ist mehr, ist bei Gott sein.

Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. (Joh.11,25).

So sind wir berufen, wie Jesus auferstehen zu können. Eine große Verheißung, die uns stolz machen sollte, für und mit Jesus zu leben. Leben wir also so, dass Jesus uns auferstehen lassen kann. In diesem Sinne ein gesegnetes Osterfest!

(Wilhelm Stetina, Diakon)

Wussten sie, dass…

April 1, 2010 Kommentare aus

… die ER und SIE– Runde heuer die Osterkerze gestaltet hat?

… der Flohmarkt auch schon seine Schatten vorauswirft?  Ab Montag, den 12. April wird wieder  von 8-12 und 18.30 –20 Uhr für den Flohmarkt gesammelt. Wir sammeln alles, was noch brauchbar und verwertbar ist. Kühlschränke und Fernsehapparate können aber nur übernommen werden, wenn sie funktionstüchtig sind. Bedenken Sie bitte, dass wir keine Entsorgungsstelle sind!

…die Rumänien-Reise, die Herr Kaplan Julian Hotico organisiert hat, nicht stattfinden wird? Die Reise wurde abgesagt, da es zu wenig Anmeldungen gibt.

…der Nationaldirektor von MISSIO Austria sich bei allen in der Pfarre Leopoldau  bedankt hat, dass  viele so rasch auf den Hilferuf aus Haiti reagiert haben?

… unser Kirchenchor-Leiter, Herr Mag. Lang ein Orchester  für Hochämter zusammengestellt hat? Er fördert damit junge MusikerInnen.

…eine Gruppe von Jugendlichen den Pfarrkaffee des letzten Ostermarktes vorbereitet hat?

… die MinistrantenInnen den Pfarrkaffee beim Ostereiersuchen übernehmen werden? Der Erlös der Veranstaltung wird für die Ministrantenwallfahrt nach Rom (1.-7. August 2010) verwendet. Die Ministranten hoffen auf großzügige Spenden.

— gesammelt von Hector Pascua

Menschen aus der Pfarre

April 1, 2010 Kommentare aus

Monika Seywald

Name: Monika Seywald

Beruf:  Friseurmeisterin

Geburtstag: 6.Juni 1948

Familie:  verheiratet mit Walter, Töchter: Sabine und Bettina; Enkel: Alex

Tätigkeiten in der Pfarre:  Seniorenklubleiterin

Ich trete ein für:  Die Anerkennung alter Menschen in unserer Gesellschaft

Ich sammle:  Gute Gedanken

Freunde sind:  Das Salz des Lebens

Christ sein bedeutet:  Auch verzeihen können

Das macht mich traurig:  Unglückliche Menschen, denen ich nicht helfen kann.

Lieblingszitat/Leitsatz:  Blicke stets nach vorne und nie zurück.

Titel deiner Biographie:  Positiv Denken

Ich unterstütze:  Jene, die mich brauchen!

Leopoldau ist für mich:  Kindheit-Jugend-Familie-einfach mein Leben.

Am Sonntag:  Ist für mich nicht nur der Tag des Herren, sondern auch der Familie und Freunde.

Liebstes Urlaubsziel:  Länder mit Kultur und Flair.

Als Pflanze wäre ich:  Eine Eiche (stark, lange Lebensdauer).

Hobbies:  Reisen, Kochen

Lieblingsvers aus der Bibel:  Der Herr hat Großes an uns getan. (Psm. 126,3)

Die Pfarre braucht:  Viele engagierte Menschen

Mich motiviert:  Meine Familie

Jugendseite – Entscheidungen

April 1, 2010 Kommentare aus

Man muss überall Entscheidungen treffen. Morgens fängt es schon an: Man muss entscheiden, was man frühstücken möchte und was man anzieht. Wenn zum Beispiel sowohl der graue Pulli als auch die blaue Bluse zu der Hose passt, können wir uns nur schwer für ein Oberteil entscheiden. Allerdings ist so eine Entscheidung nicht so wichtig wie die Entscheidung eines Politikers, was mit den Steuern passiert, oder die Entscheidung eines Firmenchefs, ob er einige Leute entlässt. Oft fällt es uns schwer, uns für eine bestimmte Sache zu entscheiden, weil wir nicht gerne auf das andere verzichten würden, aber wissen, dass wir nicht alles haben können. Entscheidungen sind aber auch wichtig für unsere Selbständigkeit. Wenn wir immer andere für uns entscheiden ließen und nicht unsere eigene Meinung vertreten würden, wären wir ziemlich schnell unzufrieden und würden uns auch nicht trauen, eine andere Meinung zu haben und zu dieser zu stehen.

Kinderseite

April 1, 2010 Kommentare aus

Das Vater unser

Eines Tages beobachteten die Jünger Jesus beim Beten. Als er später zu ihnen kam, fragten sie ihn: „Worauf kommt es beim Beten eigentlich an?“ Da lehrte er sie das Beten und sagte: „Hütet euch davor, anderen bloß vorzutäuschen, dass ihr betet. Am besten geht ihr nach Hause, macht die Türe zu und wendet euch ganz still und ohne Ablenkung an Gott. Denn unser Vater im Himmel sieht das Verborgene genau.

Auch plappert beim Beten nicht einfach irgendwelche leeren Worthülsen nach. Beten ist keine Zauberei oder Beschwörung, bei der sich unsere Wünsche erfüllen, wenn wir nur die richtigen Worte vor uns hin murmeln. Seid mit dem Herzen dabei. Bedenkt, dass unser Vater im Himmel ja längst weiß, was wir brauchen, bevor wir es ausgesprochen haben.

Und dann zeigte Jesus ihnen, wie er selber mit seinem Vater im Himmel redet. Er betete: „Du da im Himmel. Ich nenne dich Papa, so sehr vertraue ich dir. Du bist mir heilig – auf dich lasse ich nichts kommen. Komm zu uns und führe uns so, dass dein Wille im Himmel und auf der Erde geschehen kann. Gib uns heute Brot und was wir sonst nötig zum Leben brauchen. Verzeih uns, wenn wir Fehler machen, genau so, wie wir anderen verzeihen. Mach uns stark, dass uns das Böse nicht anlocken kann, so dass wir es vermeiden. Amen.“

Gedanken zum Alten Testament – das Obadja

April 1, 2010 Kommentare aus

Obadja = hebr. Knecht Jahwes wird das 21 Verse umfassende Büchlein, das kürzeste Buch der Bibel,  zugeschrieben. Er stammt aus Juda und sein Werk ist wahrscheinlich im oder nach dem babylonischen Exil entstanden. Obadja war somit vielleicht ein Zeitgenosse Jeremias. Es gibt keine Kapitel,   nur drei Themenkreise:

1. drohendes Gericht über Edom

2. Edoms Verhalten gegenüber Juda

3. die zukünftige Wiederherstel lung Judas

Die Edomiter sind nach ihrer Abstammung Geschwister der Judäer, gelten sie doch als Nachkommen des Esau, des Bruders des Jakobs. Biblische Autoren beschreiben sie als   eifersüchtig und hochmütig und sie verfolgen Juda mit ihrem Hass. Die Beziehungen waren seit Jakob und Esau schwierig. Esau war sicherlich nicht    böse, aber er hatte es nicht so mit dem Glauben an Gott und heiratete zwei Heidinnen, auch war er Jäger und mehr den Freuden des prallen Lebens zugetan. Sein Zwillingsbruder Jakob dagegen war Bauer und sesshaft, er hat kultiviert und galt als kultiviert. Dass er sich das Erstgeburtsrecht durch Betrug erwarb, steht auf einem anderen Blatt. Es geht hier nicht um gut und böse, sondern wie stehen die beiden dazu, was ihr Leben bedingt. Esau lebt, Jakob lebt aus Gott.

Die Nachkommen Esaus siedeln südlich des  Toten Meeres in einem schwer zugänglichen felszerklüfteten Gebiet, einem „Adlerhorst“, der viel Sicherheit bietet. Edom bedeutet rot, eine Anspielung auf die roten Haare Esaus oder auch auf die rote Linsensuppe, für die der Stammvater sein Erstgeburtsrecht verschenkt hat. Vielleicht macht die Edomiter ihr Hochsitz hochmütig. Auf alle Fälle verweigern sie den Israeliten beim Auszug aus Ägypten den Durchzug, kämpfen gegen israelitische Könige und freuen sich über die Eroberung Jerusalems, machen gemeinsame Sache mit Babylon und  beteiligen sich sogar an den Plünderungen.         Wenn man auf weltliche Sicherheiten zählt, kann aber schnell alles anders werden. Obadja droht: Edom wird seinen ganzen Besitz verlieren, auf den es so stolz ist, seine Bundesgenossen werden zu Feinden werden und schließlich wird das Volk ausgerottet werden.

Und Obadjas Drohreden werden wahr. Im 5. Jhdt v. Chr. werden die Edomiter von den Nabatäern gezwungen ihr Land zu verlassen. Die Hauptstadt Sela   oder griech. Petra (= Fels) wird von den nabatäischen Architekten zu einer gewaltigen Felsstadt ausgebaut, die heute noch Hauptattraktion für viele Jordanienreisende ist. Die Edomiter ziehen in den Süden Judas und sind nun als Idumäer bekannt. 70 n. Chr. beteiligen sie sich am Aufstand gegen die Römer, werden von Titus besiegt und es ward nichts mehr von ihnen gehört.

Warum wird Edom besonders hart bestraft? Edom wird in diesem Büchlein zum Symbol für ein bestimmtes Verhalten.

Bruderzwist ist besonders verwerflich. Und Edom ist stolz und hochmütig, verlässt sich auf die eigene Stärke. Schon im Buch der Sprichwörter steht: Hochmut kommt vor dem Fall. Hochmut beschreibt Obadja als Übermut des Herzens. Wer hochmütig ist, erhebt sich über andere Menschen, ja sogar über Gott. Hochmütige müssen Gott ein Gräuel sein, weil ihm ja alle Menschen gleich wertvoll sind. Hochmütige kennen kein Korrektiv an, weil sie ja über allem stehen. Wie viel Leid entsteht aus Hochmut oder ist schon entstanden in Familien, unter Völkern, Rassen, Religionen. Wie viele heilende Worte wurden und werden aus Stolz und Hochmut nicht gesagt?  Nicht umsonst ist Hochmut und Stolz eine Todsünde, nicht so sehr, weil wir nach dem Tod dafür in der Hölle schmoren müssen, nein sie beschert uns vielmehr die Hölle, den Tod unserer Beziehungen, auf Erden. Vor Hochmut kann uns ein Blick auf Jesus schützen, auf den, der auf alle Menschen zugeht und auch noch im Ärmsten und Kränksten, ja dem größten Sünder seinen Bruder, seine Schwester sieht und sie anrührt. Vielleicht gibt uns gerade die österliche Zeit Anlass unseren Stolz und Hochmut zu begraben und uns zu verwandeln in frohe, demütige und barmherzige Menschen

— Elisabeth Eichinger