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Archive for März 2010

Einfach zum Nachdenken

März 5, 2010 Kommentare aus

Grüß Gott!

Fastenzeit heißt ein bisserl Wüstenzeit für dich und mich!

Jesus zieht sich zurück in die Wüste. Er braucht Zeit für sich, um seine Gedanken zu sortieren und ich über seine Bestimmung klar zu werden. Was wird auf ihn zukommen, was wird von ihm erwartet? Woher komme ich? Wohin geht mein Leben? Was ist der Sinn meines Lebens?

Jeder Mensch braucht eine Zeit für sich selbst, um sich selbst zu finden, um über das eigene Leben nachzudenken; über sein Verhältnis zu Gott? Was will Gott von mir?

Unser Verhältnis zu Gott ist von manchen Verniedlichungen verwässert. Verwenden wir diese Zeit vor Ostern, diese Fastenzeit um uns wieder von Gott ergreifen zu lassen.

Gott wieder groß sein lassen!

Dazu lade ich Sie ein!

Beten wir Ihn an!

Geben wir ihm die Ehre!

So kann Neuanfang auch möglich werden.

So meint es,

Klaus Coolen osc,

Dechant und Pfarrer

Überlegungen und Wissenswertes

März 5, 2010 Kommentare aus

Im März ist Fastenzeit, heute auch österliche Bußzeit genannt. 40 Tage. Schon im 5. Jahrhundert verlegte man daher die Fastenzeit um fünf Tage vor, vom Aschermittwoch bis zum 1. Fastensonntag. 40 Tage fastete Mose, 40 Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste auf dem Weg ins gelobte Land, 40 Tage und Nächte enthielt sich Jesus der Speisen.

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Fastenzeit macht nicht schwach und kraftlos. Im Gegenteil! Fasten heißt, sich neu festmachen. Die alte Verwandtschaft  beider Worte begegnet uns noch im „Fasten your seatbelt – bitte anschnallen!

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Fastenzeit ist auch ein Weg auf Ostern zu. Um weiterzukommen, nicht nur im Kalender, sondern im Leben, ist so manches Geröll wegzuräumen.

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Fasten ist nicht nur Wasser und Brot. Denn es gibt etwas Wichtigeres als Essen und Trinken. Immer wieder frei zu werden von den Ablenkungen des Alltags und allein zu sein mit sich selbst und Gott.

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Es ist auch ein Luxus, fasten zu dürfen und zu können. Denn für viele Menschen auf der ganzen Welt ist das ganze Jahr Fastenzeit. Schlimmer noch – selbst das, worauf wir in der Fastenzeit nicht verzichten können, ist mehr, als sie zum Leben haben.

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Die Kunst des Fastens sind die kleinen Schritte, nicht die großen, bei denen man leicht die Balance verliert. Fuß vor Fuß mit großer Bodenhaftung. Nur dann reicht die Kondition auch für lange Strecken.

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Mit Worten Fasten – manchmal drängen sich mir Fragen auf – Wieviel Blabla rede ich? Ist, das, was ich sage, ernst gemeint, ist es wahr? Kann ich auch zuhören? Find ich den Mut auch zu den schweren Worten, oder ergehe ich mich in Floskeln? Rede ich nur oder tue ich auch was?

— Hector Pascua

aufbruch@pfarreleopoldau.at

Termine im März

März 5, 2010 Kommentare aus
Mo 1 19 h Frauenrunde
Di 2 19 h PGR-Regionstreffen 4
Mi 3
Do 4 19.30 h Er- u. Sie- Treff
Fr 5 Weltgebetstag d. Frauen, 6 h Morgengebet, 15.15 h Hl. Messe/Fortuna-Seniorensiedlung
Sa 6 16 h Familientreff
So 7 14.30 h Kreuzweg
Mo 8
Di 9 9 h Babyparty

15 h Seniorenklub

Mi 10 19.30 h Gebetsstunde
Do 11
Fr 12 6 h Morgengebet, 16 h  Kinderchor
Sa 13
So 14 9.30 h Hl. Messe m. rhythm. Liedern, 14.30 h Kreuzweg u. Chor singt Stabat mater
Mo 15
Di 16
Mi 17 19 h Gesangsrunde
Do 18 19 h Vortrag Bildungswerk—„Gongs u. Klangschalen-Unterstützung in der Fastenzeit“
Fr 19 , 6 h Morgengebet
Sa 20
So 21 10 – 15 h Ostermarkt, 14.30 h Kreuzweg
Mo 21 19 h EK – Elternabend
Di 23 9 h Babyparty, 15 h Seniorenklub
Mi 24
Do 25 20 h meditativer Gruppentanz
Fr 26 6 h Morgengebet, 16 h Kinderchor, 18 h Bußgottesdienst
Sa 27
So 28 Palmsonntag, entfällt die  Kindermesse, 14.30 h  Kreuzweg
Di 30 19 h Glaubensgespräch

Evangelien im März

März 5, 2010 Kommentare aus

Dritter Fastensonntag

7. März 2010

Lukas 13,1-9

Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

Vierter Fastensonntag

14. März 2010

Lukas 15,1-3.11-32

Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.

Fünfter Fastensonntag

21. März 2010

Johannes 8,1-11

Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem andern fort, zuerst die Ältesten.

Palmsonntag

28. März 2010

Lukas 19,28-40

Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!

Gedanken zum Alten Testament

März 5, 2010 Kommentare aus

Um ca. 1150 vor Christus gelangen die Israeliten in das von Gott verheißene gelobte Land und besiedeln es. 150 Jahre später erblüht es unter König David . Weitere 150 Jahre und wir sehen das Land geteilt in das nördliche Israel und das kleinere südliche Juda. Die Stammesstrukturen haben sich geändert. Nun lebt man in der Stadt und lässt seinen Besitz bearbeiten. Das Land Israel erlebt unter ihrem König Jerobeam eine wirtschaftliche Hochzeit. Zwar startet das nördliche Assyrerreich Eroberungskriege und hat erst Damaskus eingenommen, doch nun scheint es gesättigt zu sein. Alles könnte so schön sein im gelobten Land, wenn nicht……..

Gott ruft den Schafbesitzer und Maulbeerfeigenzüchter Amos ( hebr. = Lastträger) aus Takoa, südlich von Bethlehem, also aus dem Südreich, als Propheten ins Nordreich, in die Hauptstadt Samaria und ans Heiligtum in Bet El. Dort soll er Gott seine Stimme geben und die Missstände anprangern. Er wird dort kein abhängiger Hof– oder Tempelprophet sein, auch kein Oppositioneller, sondern einer, der von außen kommt und mit scharfem Blick die Lage analysiert.

Denn das Wirtschaftswachstum hat große soziale Missstände hervorgerufen. Arme werden durch reiche Landbesitzer ausgebeutet, die z.B. in guten Jahren die Ernteüberschüsse horten und sie in schlechten Zeiten zu überhöhten Preisen verkaufen. Kleine Bauern rutschen in die Abhängigkeit, rechtlich, wirtschaftlich und sozial. Schon ein Schuhkauf kann für die Armen   Schuldknechtschaft bedeuten. Es bildet sich eine Klassengesellschaft, hier Großgrundbesitzer, Klerus und Adel,  da Kleinbauern, Taglöhner, Schuldknechte und die Schere dazwischen macht immer mehr auf. Viele haben bereits all das Land verloren, das  ihre Familien bei der Landnahme als Anteil am gelobten Land erhalten haben. Einige Reiche und Mächtige versklaven die andern, obwohl Gott doch sein gesamtes Volk in die Freiheit geführt hat. Das muss Gott ja erzürnen.

Und so wird Amos zum Anwalt  der Ausgebeuteten und Rechtlosen und zum scharfen Kritiker der Mächtigen. Er soll die himmelschreienden Ungerechtigkeiten aufdecken und Gottes Strafurteil androhen.

Die leichtlebige Oberschicht soll sich nicht in Selbstsicherheit wiegen und ihrem Luxus auf Kosten der Armen frönen.  Niemand sollte sich der Heilszusage Gottes sicher sein, denn das große Unrecht fordert Gottes Handeln geradezu heraus. Natürlich gibt es diese Wirtschaftsformen auch in anderen Ländern, doch Israel soll als Bündnispartner Gottes nicht wie die andern sein. Wenn es so weitergeht, wird die Oberschicht Israels an der Spitze des Zuges in die Verbannung gehen. Gott hasst auch die Opfer und Feste im Heiligtum. Wenn Menschen Gotteslandgabe feiern, die andern das Land nehmen, dann stinken Jahwe die Opfer zum Himmel. Außerdem feiern da einige mit dem Gedanken, das Fest oder auch der Sabbat möge bald zu Ende sein, weil dann kann das Geschäftemachen fröhlich weitergehen.

Amos verkündet Visionen vom Untergang: es kommt eine Heuschreckenplage, danach eine Feuersglut. Dann misst Gott die Schuld mit einem Senkblei. Schließlich ist „das Obst im Korb reif“. Darauf folgt der Untergang des Tempels und des Volkes.

Amos endet tröstlich. Es werden Tage kommen, wo Gott „die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten wird“.

Teile des Buches Amos stammen sicher aus seiner Feder, er gilt als ältester Schriftprophet. Doch stammt sicher auch einiges aus seiner „Schule“.

Das Buch ist mit seiner Sozialkritik bis heute sehr aktuell. Als 722 Israel tatsächlich von Assyrien erobert wurde, große Teile der Bevölkerung verschleppt wurden und andere nach Juda geflohen waren, wo ähnliche Missstände herrschten, da bekam es neue Aktualität ; einiges wurde dem Buch zugefügt oder verändert.

Wir könnten   bis heute weiter schreiben. Auch heute werden die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer. Sind wir die Reichen?   Im globalen Zusammenhang sicher und da  sind wir auch, oft ohne es zu wollen, strukturbedingt, die Ausbeuter. Wie schaut es mit unseren Gottesdiensten aus? Wie ernst meinen wir unser soziales Engagement? Lauter unangenehme Fragen. Wir sollten öfters Amos lesen!

— Elisabeth Eichinger

Menschen aus der Pfarre – Elisabeth Eichinger

März 5, 2010 Kommentare aus

Name: Elisabeth Eichinger

Beruf: Religionslehrerin

Geburtstag: 28.05.1958

Familie: verheiratet

Kinder: 4 Kinder, 2 Enkel

Tätigkeiten in der Pfarre: Pfarrblatt, Liturgie, Firmunterricht, Kirchenchor, und wo ich sonst noch gebraucht werde

Ich trete ein für: eine lebendige Liturgie, Gleichberechtigung für Mann und Frau in der Kirche

Lieblingsauthor: Paulo Coelho

Ich sammle: Ideen

Freunde sind: gute Wegbegleiter

Christ sein bedeutet: versuchen einigermaßen so zu leben, wie Jesus es vorgezeigt hat.

Das macht mich traurig wenn wir auf wertschätzendem Umgang vergessen, die Not und der Unfriede auf unserer Erde

Titel deiner Biographie: Das Leben ist schön

Leopoldau ist für mich: Heimat, Geborgenheit

Am Sonntag: genieße ich die Zeit mit der Pfarrgemeinde und meiner Familie

Liebstes Urlaubsziel: dort, wo Wasser, Berge und Sonne sind

Lieblingsvers aus der Bibel: Der Herr ist mein Hirte, nichst wird mir fehlen (Ps 23,1)

Die Pfarre braucht: Mehr Menschen, die bereit sind, eine „Arbeit“ zu übernehmen, sonst bleibt sie an wenigen hängen, die irgendwann ausbrennen. Talente hat jeder und jede!

Wunschtraum: Frieden in den Familien, Frieden und Gerechtigkeit auf der Erde

Mich motiviert: Wir alle sind Kirche, wir alle sind ProphetInnen Gottes und ich will diese Kirche ein Stück weit mitgestalten.

zum Nachdenken

März 5, 2010 Kommentare aus

Fasten…

…ist ein viel gebrauchtes Wort. Es steht für Schlankwerden, Heilfasten oder Fasten in den verschiedenen Religionen. Was meint aber das Fasten, in deren Zeit wir gerade stehen?

All das Opfer bringen, egal, wie man das Fasten betrachtet, ist nur Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck. Was ist für uns Christen das Ziel des Fastens? Es ist erneute Hinwendung zu Gott und ein erneutes Einlassen auf ihn. Dazu muss ich ihn aber erst kennen. Johannes ist in seinen Briefen nicht wählerisch, wenn er sagt: “Wer sagt, dass er Gott kennt, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner (1. Joh. 2,4)”.

Es geht also nicht darum, schlank oder gesund zu werden. Es geht darum, sich wieder neu in Gott zu finden, sich auf ihn total einzulassen.

Einige Hilfsmittel dazu: Die Bibel meditieren. Oder Gott im Gebet begegnen. Still zu werden, um Ihn in uns zu spüren und zu hören. Sich immer wieder mit Gott zu vereinen in der Eucharistie. Und, wenn einmal etwas daneben gegangen ist, sich mit Gott in einer guten Beichte versöhnen.

Wenn wir das konsequent versuchen, werden wir auf den Kern der Botschaft  kommen, die Jesus für jeden einzelnen von uns bei der Taufe festgelegt hat. Es ist ein Stück der Liebe Gottes zu uns. So sind wir auch ein Mosaiksteinchen des großartigen Mosaiks Seiner Liebe. Und das heißt Ostern, Erlösung, feiern dürfen.

(Wilhelm Stetina, Diakon)