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Archive for Mai 2009

einfach zum Nachdenken

Mai 5, 2009 Kommentare aus

klausGrüß Gott,

Liebe  Pfarrangehörige und Freunde von Leopoldau, Einander lieben, sich hingeben, sich aufmachen und Frucht bringen… so möchte ich euch alle einladen: Schreiben wir die Apostelgeschichte weiter – überzeugend und einladend, kritisch und menschennah. Wer wagt den ersten Satz?

( Mail oder Satz einfach in den Postkasten werfen)

von Mai 2009 bis Mai 2010.

In Mai 2010  publizieren wir dann den ganzen Text!

–         Liebt einander!

Hier müssen wir uns fragen: Wie glaubwürdig wird unser Osterglaube sichtbar in dem, wie wir in unserer Pfarrgemeinde miteinander umgehen?

Oder wie leben wir gerade im Widerstand dazu?

Das neue Leben fängt also schon im Umgang untereinander an.

–         Sich Hingeben!

Unser Leben kann zu einem Evangelium für andere werden, wenn wir bereit sind, uns einzusetzen für andere.

–         Sich aufmachen und Frucht bringen.

Wir werden daran erinnert, dass Christen sich nicht einnisten sollten im Vertrauten und Gewohnten und sich nicht zu schnell zufrieden geben sollten mit dem schon Erreichten.

Ist Ostern tatsächlich schon Wirklichkeit geworden- in unserem Herzen, unseren Beziehungen, unserem Alltag, unserem Einsatz für gerechte Lebensmöglichkeiten für alle! Dieses Evangelium Jesu ist also eine neue Art zu leben. Es geht um ein neues Leben als Freund, Freundin Jesu! Schreiben wir die Apostelgeschichte weiter,

so meint es,  Klaus Coolen osc.

Dechant und Pfarrer

Statement zur Predigt am Karfreitag

Mai 5, 2009 Kommentare aus

Mir ist zu Ohren gekommen, dass ich mit meiner Predigt am Karfreitag einige Verwirrung gestiftet habe. Es tut mir leid, wenn meine Worte als Hetze gegen den Islam aufgefasst wurden. Das war aber ganz und gar nicht der Fall. Was ich ausdrücken wollte, war, dass wir jeden Augenblick gefasst sein müssen, tatsächlich unser Kreuz auf Grund unseres Glaubens tragen zu müssen. Ich selbst habe mit keinem Wort den Islam selbst angegriffen. Im Gegenteil: ich habe wundervolle Menschen im islamischen Glaubensbereich kennenlernen dürfen.  Wilhelm Stetina, Diakon

ÜBERLEGUNGEN UND WISSENSWERTES

Mai 5, 2009 Kommentare aus

hectorOh weh, der Mai! Kein Monat des Jahres, nicht einmal der Dezember, steckt so voller Traditionen und Bräuche. Der erste Mai schließt sich nahtlos an. Da begegnen wir gleich zwei Ereignissen, die aufeinandertreffen: der uralten dörflichen Frühlingsfeier und dem weitaus jüngeren „Tag der Arbeit“ in den städtischen Ballungszentren. Marschiert wird bei beiden Gelegenheiten, einmal in fröhlichem Tanzschritt rund um den Maibaum oder im dröhnenden Gleichschritt bei  Demonstrationen.

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Der Maibaum, auf dem Dorfplatz aufgestellt, hat heidnische Tradition. In seinen geschmückten Zweigen sollen Frühlingsgötter Platz nehmen. Heute ist der Stamm meist poliert und junge Burschen zeigen ihre Kletterkünste.

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Natürlich ist der Mai Marienmonat. Brauch der Maiandachten zu Ehren der Gottesmutter ging im 19. Jahrhundert von Italien aus und hat Österreich schnell erobert. Den Muttertag hingegen hat 1907 Miss Anna Jarvis aus Philadelphia/USA erfunden. So fragwürdig er vielen ist – es gibt einen religiösen Vorläufer.  Schon zu Zeiten König Heinrichs III. (1216-1239)  wurde in England am Sonntag „Laetera“ der „Mothering Sunday“ begangen, der Mutter Kirche galt, aber auch die leibliche Mutter in den Dank einschloss.

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Schon am Ende des 8. Jahrhunderts feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (heuer am 21. Mai). Dieses Fest wird als eigenständiges Fest am Donnerstag nach dem 6. Sonntag der Osterzeit begangen.

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Liebe Mütter! Lasst euch nicht gratulieren (zu was?), lasst euch nicht alles Gute wünschen (zu was?). Ihr habt Dank verdient. Wir möchten euch danken. Vielleicht ist niemand mehr da, von dem ihr das Wort „DANKE“ hören könnt. Dann sprechen wir es in ihrem Namen. Gleichzeitig bitten wir euch um Entschuldigung für die schreckliche Gleichgültigkeit gegenüber eurem schweren Dienst in der Familie. Ihr meistert den schönsten und schwersten Beruf der Welt. DANKE SCHÖN!

Thema – MARIA

Mai 5, 2009 Kommentare aus

Maria
Sie war ein unscheinbares Mädchen, aber ein Wunschkind ihrer Eltern. Vor Freude über dieses Kind, weihten sie Maria dem Herrn und brachten es mit drei Jahren in den Tempel, damit sie dort im Schutz Gottes aufwachsen konnte. Im heiratsfähigen Alter wurde sie durch das Los Josef zugesprochen und zog mit ihm nach Nazareth.
Dort ereignete sich jenes kurze, aber weltveränderndes Gespräch, das sie zur Mutter Jesu werden ließ. Mit diesem ihrem Ja begann für sie ein Leidensweg, der bis heute andauert. Unter dem Kreuz wurde sie Mutter der Menschheit. Diesen Auftrag nimmt sie bis heute sehr ernst. In zahlreichen Erscheinungen auf der ganzen Welt bat und bittet sie die Menschheit um Gebet, Buße und Fasten. Sie ist wahrlich Mutter und trauert um jeden Menschen, der sich von Gott abgewandt hat. Die sich aber unter ihren Schutz stellen, finden in ihr eine wunderbare Fürsprecherin bei Gott.
Es geht nicht um fromme Übungen wie Maiandachten. Wenn wir ihr unsere Dankbarkeit zeigen wollen, dann sind wir und unser ganzer Einsatz gefragt. So wie sie sich total dem Willen Gottes ergeben hat, sollen auch wir uns ganz Gott zur Verfügung stellen – ohne Kompromisse. Dazu gehört auch die Erfüllung ihrer Bitten: Beten, Buße tun und fasten. Die Maiandacht ist dann der „Zucker“, den wir über unserem Tun drüberstreuen können. Versuchen wir es wenigstens, uns ganz in ihre Hände zu begeben. — Wilhelm Stetina, Diakon

Thema: Der Papst, die Medien Afrika und das Kondom

Mai 5, 2009 Kommentare aus

Ein Kommentar von Kardinal Theodore-Adrien Sarr, Erzbischof von Dakar, Vorsitzender der regionalen Bischofskonferenz des Frankophonen Westafrika

Wir wurden alle überrascht und waren erstaunt angesichts der Art und Weise, wie ein Satz des Heiligen Vaters völlig aus seinem unmittelbaren und mittelbaren Kontext gerissen wurde, um ständig wiederholter Leitgedanke alle Sendungen französischer Medien über die erste apostolische Reise des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI. nach Afrika  zu werden. Wir Bischöfe Afrikas danken dem Heiligen Vater, der uns so eng verbunden ist, aus dem Grunde unseres Herzens, dass wir mit ihm in unserem Denken über die Kirche und über unser gemeinsames Engagement zugunsten der Armen, der vom Leben Gezeichneten und der Kleinen völlig einig sind. Er ermutigt uns alle, die Humanisierung der Sexualität zu fördern und den aidskranken Brüdern und Schwestern bei zustehen und in Wahrheit zu helfen. Das ist die authentische, verantwortungsvolle Haltung der Katholiken gegenüber den Aids-Kranken und all jener, die die Afrikaner, die von diesem Übel betroffen sind wirklich lieben. Wir empfangen seine Botschaft, die auch unsere Position ist. Und wir erklären mit ihm: „Wenn man die Seele nicht einsetzt, wenn man den Afrikanern nicht hilft, kann man diese Plage nicht mit der Verteilung von Kondomen beseitigen: Im Gegenteil, man riskiert, das Problem zu vergrößern.“ Dies sind die Worte Benedikts XVI., die ein medialer Knüppelschlag sich bemüht hat zu verzerren. Vergeblich. Weniger zu sagen, würde heißen, den Afrikaner zu missachten und den Eifer bezeugen, das zu töten, was es an wirklich Menschlichem im schwarzen Mann gibt.

Die Afrikaner haben die Fähigkeit, Selbständigkeit zu denken, sowohl was die Fragen angeht, die selbst betreffen, als auch diejenigen, die die ganze Menschheit betreffen. Wir beklagen das Verbrechen und Prangern es an, das aus der Tiefe der Zeit kommt, als man unsere Brüder und Schwestern als Waren und als „bewegliche Güter“ (Le Code Noir, Art. 44) behandelt hat und das heute darin besteht, dass man sich darauf versteift, für uns zu denken, für uns zu handeln, sich an unsere Stellen zu setzen, weil man uns ohne Zweifel nicht zutraut, dies selbst zu tun.

Wir Bischöfe der katholischen Kirche fordern, dass man aufhört für uns zu denken, dass man aufhört, im Namen Afrikas zu sprechen und die Zuschauer auf Kosten unserer Völker zu belustigen. Wir fordern, dass man wenn man über Afrikas zu spricht, dessen wesentliche Werte respektiert, ohne die der Mensch nicht mehr Mensch ist und die zusammengefasst sind in der Würde jenes Menschen, der nach dem Abbild  Gottes geschaffen wurde. Wir danken dem Heiligen Vater, dass er aus dem Gott der Liebe und aus dem Glauben an ihn die Priorität aller Prioritäten für unsere Zeit gemacht hat.

Meinung – Verhütung in der Katholischen Kirche

Mai 5, 2009 Kommentare aus

Als Kaplan bin ich mit Hector Pascua verantwortlich für Jugendpastoral.  Gemeinsam mit den Jugendlichen haben wir uns entschieden, dass einmal im Monat

über ein ausgesuchtes Thema gesprochen wird.  Unser erstes Thema war: „Verhütung in der Katholischen Kirche“.  Warum ist das Thema so wichtig? Der Papst Benedikt hat in Afrika über die Kondome gesprochen und er wurde falsch verstanden. Der Glaube unserer Kirche ist für die Leute von Gott gemacht und von uns appliziert. Vielleicht sind die Regeln manchmal schwer oder schauen altmodisch aus, aber der Glaube ist immer aktuell und Gott ist immer in Verbundenheit mit uns und mit unseren Problemen.

Was bedeutet genau Verhütung? Was

bedeutet Familie und Ehe? Schauen wir was der Katechismus sagt:

Die Heilige Schrift sagt,  (siehe Genesis)dass Mann und Frau füreinander geschaffen sind: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Die Frau ist Fleisch von seinem Fleisch das heißt: sie ist sein Gegenüber, ihm ebenbürtig und ganz nahe stehend. Sie wird ihm von Gott als eine Hilfe  gegeben und vertritt somit Gott, in dem unsere Hilfe ist . Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch. Dass dies eine unauflösliche Einheit des Lebens beider bedeutet, zeigt Jesus selbst, denn er erinnert daran, was „am Anfang“ der Plan Gottes war: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins“ (Mt 19,6).

und:   – „Ehe ist weit davon entfernt, das bloße Produkt des Zufalls oder Ergebnis des blinden Ablaufs von Naturkräften zu sein, ist die Ehe in Wirklichkeit vom Schöpfergott in weiser Voraussicht so eingerichtet, dass sie in den Menschen seinen Liebesplan

verwirklicht. Darum streben Mann und Frau durch ihre gegenseitige Hingabe, die ihnen in der Ehe eigen und ausschließlich ist, nach jener personalen Gemeinschaft, in der sie sich gegenseitig vollenden, um mit Gott zusammenzuwirken bei der Weckung und Erziehung neuen menschlichen Lebens. Darüber hinaus hat für die Getauften die Ehe die hohe Würde eines sakramentalen Gnadenzeichens, und bringt darin die

Verbundenheit Christi mit seiner Kirche zum Ausdruck.“

Vor diesem Hintergrund hat die eheliche Liebe vier ihre wesentlichen Merkmale (Humanae Vitae 8-9)

1. Sie ist vollmenschlich (plene humanus), d.h. in ihr sind eine sinnliche und eine

geistige Dimension untrennbar miteinander verbunden.

2. Sie geht aufs Ganze (pleno). Die Ehegatten schenken sich einander ganz und lieben ihren Partner um seiner selbst willen, nicht für das, was sie von ihm bekommen.

3. Sie ist treu und ausschließlich (fidelis et exclusorius) bis ans Lebensende.

4. Sie ist fruchtbar (fecundus). Ihrem Wesen nach ist die eheliche Liebe auf die Weitergabe und den Erhalt menschlichen Lebens ausgerichtet.

Nach Lehre der Katholischen Kirche sind im ehelichen Akt zwei Sinndimensionen (significatio) fest miteinander verknüpft (HV 12): Die liebende Vereinigung (significatio unitatis) und die Fortpflanzung (significatio procreationis). Deswegen ist keine Ehe zwischen Personen vom selbernGeschlecht , weil die Fortpflanzung fehlt.  (nächste Ausgabe – Verhütungsmethoden)

— Julian Hotico, Kaplan

Kinderseite

Mai 5, 2009 Kommentare aus

Versuchung Jesu in der Wüste

Nach seiner Taufe wollte Jesus erst einmal allein sein. Er ließ sich dabei von Gottes Geist durch die Wüste führen. 40 Tage lang fastete Jesus und aß gar nichts. Durch das lange Fasten bekam Jesus mit einem Mal großen Hunger. Da versuchte der Teufel, Jesus zu verwirren und sagte zu ihm: „Ich denke, du bist Gottes Sohn. Dann verwandle doch die Steine der Wüste in Brot und iss dich satt.“ Jesus merkte die böse Absicht und lehnte ab. Er antwortete: „ Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Auch das Wort Gottes nährt uns.“ Bald danach ließ sein Hunger wieder nach.

Ein andermal stand Jesus auf dem Dach des Jerusalemer Tempels. Da tauchte der Teufel auf und witzelte: „Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich doch vom Tempel. Heißt es nicht in den Heiligen Schriften, dass die Engel den Sohn Gottes auf ihren Flügeln tragen werden, damit ihm nichts passiert?“ – Jesus antwortete dem Teufel mit einem anderen Zitat aus den Heiligen Büchern. Er sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht auf die Probe stellen“.

Als Jesus auf einem Berg stand und die Landschaft ringsum bewunderte,

meldete sich der Teufel ein drittes Mal. Er sagte: „Schau dich um. Ich schenke dir Macht über alle Länder dieser Erde, wenn du mich anbetest.“ – Aber Macht interessierte Jesus nicht. Er merkte aber, dass der Teufel ihn von Gott entfernen wollte. Deshalb sagte er: „ In den Heiligen Schriften steht: „Du sollst den Herrn, deinen Gott anbeten und niemanden sonst“. Da gab es der Teufel auf, Jesus auf seine Seite zu ziehen.

jbm

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